Mein Name ist Patrick, und ich bin Nichtraucher.

Wie ich zum Hypnosetrainer wurde

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Mein Name ist Patrick und ich war Raucher.

Und alles begann mit einer Wette: bin ich in 6 Monaten nicht rauchfrei, muss ich 500€ zahlen.

Also vereinbarte ich in der letzten Woche vor Ablauf der Frist einen Termin bei einem Hypnosetrainer - ohne mir auch nur das Geringste zu erwarten. Ich hatte bis dato keine Anstrengungen darauf verwendet Nichtraucher zu werden - und auch die Hypnose war eigentlich nur ein halbherziger Versuch. Ich bekam einen Termin am letzten Tag der 6 Monate und fuhr am Vormittag in die Praxis.

Eine Stunde später war auch schon wieder alles vorbei und ich ging zu meinem Auto. Dufteten diese Blumen vorher auch schon so intensiv? Komisch. Ich fuhr nach Hause und der Tag nahm seinen Lauf. Am Abend dachte ich mir dann woher ich eigentlich weiß, dass ich jetzt Nichtraucher bin. Also tat ich meiner Meinung nach das einzig Logische: ich setzte mich auf die Terrasse und zündete mir gemütlich eine Zigarette an. Der erste Zug war abscheulich - noch einmal ziehen, könnte ja auch nur ein Zufall sein.

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Nein, es war wohl kein Zufall und zum Glück hatte der Stuhl eine verstellbare Rückenlehne bevor mir schwindelig wurde und ich mich zurück lehnen musste. Und von dem Tag an bin ich gefesselt. Gefesselt von etwas, an das ich zuvor selbst nicht geglaubt habe. Doch wie heißt es so schön: aus Erfahrung wird man schlau. Wie schon erwähnt: mein Name ist Patrick, und ich bin Nichtraucher.

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Doch das sollte nicht meine einzige Erfahrung mit Hypnose bleiben.

Begeistert von meinem Erlebnis meldete ich mich für ein Hypnoseseminar an.

Im Zuge der Erarbeitung verschiedener Techniken und Übungen wurde bei mir unter Hypnose eine Schmerzsitzung demonstriert. Seit Jahren litt ich unter enormen Schmerzen im Rückenbereich, die teilweise bin in den Arm ausstrahlten und herzinfarktähnliche Symptome mit sich brachten. Dazu kamen Schweißausbrüche und natürlich die Panik. Ständig kontrollierte ich während und nach solchen Attacken meinen Blutdruck - war es doch ein Infarkt? Die tägliche Einnahme unzähliger und diverser Schmerzmittel gehörte für mich schon zum Alltag und ohne selbige verließ ich nie das Haus. Und so saß ich in diesem Seminar und wurde aus der Trance geholt und meine Schmerzen gehörten der Vergangenheit an.

Und erst nach und nach realisierte ich was das eigentlich bedeutet. Wenn man so lange immer zu unter Schmerzen leidet kann man sich ein Leben ohne diese nicht mehr vorstellen. Man hofft zwar immer, doch man hat aus der Vergangenheit gelernt, dass Verbesserungen immer nur von kurzer Dauer waren. Und dann fielen die Schmerzen von jetzt auf gleich einfach von mir ab. Eigentlich zu schön um wahr zu sein - doch ich habe mich schnell an das Gefühl gewöhnt, schmerzfrei zu sein.